Bauzinsen – Baukosten 2022

Was kann ich mir leisten?

Baukosten auf Rekordhöhe – Bauzinsen ziehen an – was heißt das für’s Bauen?

Die KfW teilt mit, dass die Zinsen für energieeffizientes Bauen und Sanieren erneut gestiegen sind. Damit ist das Zinsniveau bei der KfW inzwischen so wie auf dem freien Markt. Stand 10. Juni 2022 liegen die günstigstens Zinsen auf Internetportalen bei einer Eingenfinanzierungsquote von 30 % bei 2,6 % aufwärts.(Update Sand 16. Juni 2022: Die Zinsen für energieeffizientes Bauen und Sanieren bei der KfW stiegen auf minimal 2,92% Effektivzins bis deutlich über 3 %)

Bei der KfW gibt es noch einen Tilgungszuschuss, der die Kredite aktuell noch etwas attraktiver macht als die auf dem freien Markt.

Doch was heißt das nun für Bau- und Umbauwillige?

Die qm-Preise für Wohnungsneubauten sind inzwischen bei 2600 € aufwärts angekommen. Auch 3000 € und mehr werden oft erreicht. Bei Komplettsanierungen im Altbau landet man unwesentlich darunter.

Bei einem Hauswert von 435 Tsd €, einer Kreditaufnahme von 325 Tsd € und Zinsbindung von 10 Jahren ist dies eine monatliche Belastung von über 1500 €. Darin enthalten ist eine Tilgungsrate von 3 %, sodass man theoretisch nach 30 Jahren schuldenfrei wäre. Die Zahlen erschrecken.

Auswege aus dieser Situation ist im Wesentlichen: kleiner bauen. Dies stellt sowohl aus ökonomischer als auch ökologischer Sicht eine Alternative da. Auch angesichts der Tatsache, dass die meisten Häuser einen recht kurzen Zyklus von intensiver Benutzung mit eigenen Kindern haben, ist dies auch über die Nutzungszeit ein sinnvoller Ansatz. Klein bedeutet dabei nicht, dass man sich unbändig einschränken muss. Klein, aber fein, und gut überlegt. Das kann die Lösung sein. Jeder nicht gebaute qm-Wohnfläche schont den Geldbeutel, entlastet die Umwelt und ist zukunftssicher.

 

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