Wärmedämmung-Wirtschaftlichkeit

Pinocchio - lange Nase
Was stimmt denn nun? Alles nur Lügenmärchen von der Dämmindustrie?

Die Lüge von der Wärmedämmung?

Sind Dämm-Maßnahmen unwirtschaftlich?

In einer groß angelegten Kampagne wurden durch Zeitungen wie Die Welt, Spiegel, Stern u. a. die Sinnhaftigkeit der Wärmedämmung von Gebäuden in Frage gestellt. In einer lockeren Serie wollen wir die einzelnen Punkte nach und nach beleuchten.

„Das Geld für die Dämmung hol ich nie wieder rein!“ Mit diesem Gefühl nehmen viele Abstand von Dämm-Maßnahmen ihres Gebäudes. „So einfach ist die Gleichung leider nicht.“ Darauf weist Architekt und Energieberater Reinhard Schneeweiß von SCHNEEWEISS ARCHITEKTEN hin. „Seltsamerweise ist die energetische Gebäudesanierung die einzige Maßnahme, an die der Anspruch gestellt wird, dass sie ihre Kosten durch Energieeinsparung selbst erwirtschaftet“, wundert sich der Architekt. Während niemand die Frage stellt, ob der geringere Spritverbrauch des neuen Autos den Kaufpreis wieder reinholt, wird von der Dämmung genau dies gefordert. Ignoriert wird dabei die Komfortsteigerung, die eine Wärmedämmung des Gebäudes bringt:

  • geringere Schimmelgefahr
  • Verbesserung der Behaglichkeit durch gleichmäßigeres Temperaturfeld
  • Verbesserung des Schallschutzes (bei richtiger Ausführung)
  • optische Verbesserung der Fassade (bei richtiger Planung)

Doch welche Kosten werden der energetischen Sanierung zugerechnet, welche nicht? Wenn man die gesamten Kosten einer Außenwanddämmung zurechnet, dann kommt man u. U. auf sehr lange Amortisationszeiten von bis zu 25 Jahre und mehr. Rechnet man aber nur die Mehrkosten, die die Dämmung der Fassade zusätzlich erzeugt, so kommt man auf recht überschaubare Amortisationszeiten von teilweise gerade mal 10 Jahren. Im Ergebnis kann man etwas pauschalieren: Je günstiger eine Dämm-Maßnahme, desto schneller hat sie ihre eigenen Kosten finanziell wieder eingespielt. Demnach sind die Dämmung der obersten Geschossdecke und die Kellerdeckendämmung Maßnahmen mit recht schneller Amortisation. Außenwanddämmungen ungedämmter Häuser amortisieren sich zügig, wenn sowieso Maßnahmen für einen neuen Putz anstehen. Fenstersanierungen sind i, d. R. aufgrund der hohen Investitionskosten die unwirtschaftlichsten Maßnahmen.

Bei Fragen zu Fakten und Wahrheiten beim baulichen Wärmeschutz hilft Ihr Energieberater von SCHNEEWEISS ARCHITEKTEN mit einem der vielen Beratungsangeboten weiter. Dies fängt bei kostengünstigen, vom Wirtschaftsministerium geförderten Beratungen als Vorabinformationen an, geht über detaillierte Vor-Ort-Beratungen und kann in der Planung und Betreuung des Bauprojekts enden. Auch wenn man glaubt, dass die Energiekosten gerade günstig sind, Dämm-Maßnahmen sind und bleiben eine Komfortsteigerung UND wirtschaftlich.

8 thoughts on “Wärmedämmung-Wirtschaftlichkeit”

  1. Kellerdeckendämmung ist wirtschaftlich grenzwertig. Denn:
    1. greift hier nur die halbe Gradtagszahl (da ein Keller immer irgendwie temperiert ist und niemals Minus-Grade aufweist
    2. eine gut gemachte Kellerdeckendämmung auch nicht billig ist (es sei denn, es gibt wenig bis keine Kabel/Leitungen unter der Decke – was selten vorkommt)
    Dafür amortisieren sich die Kosten für die Dämmung der oberen Geschoßdecke in einem Zeitraum von – manchmal schon – 2 Jahren.

    1. Es freut mich, dass mein Blog Beachtung findet. Vielen Dank! Zu Ihrer Anmerkung:
      Es mag sein, dass die Kellerdeckendämmung wirtschaftlich schlechter ist als die Dämmung der obersten Geschossdecke. Auch hier ist es eine Frage der aufgewendeten Kosten. Das Problem von Leitungen etc. kann man – gerade weil die Kellertemperatur nicht so niedrig ist – meistens recht einfach lösen. Handwerklich ist eine Kellerdeckendämmung so einfach, dass diese auch als Eigenleistung ausgeführt werden kann. Dann sind hier lediglich die Materialkosten anzusetzen… Im Vergleich zu einer Außenwanddämmung deutlich günstiger und effektiver. Und zudem darf man den Komfortgewinn durch höhere Fußbodentemperaturen nicht vergessen. Das macht das Wohnen doch viel angenehmer.

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