heute komfortabel – morgen barrierefrei

Barrierefreiheit: Komfort für heute – Vorsorge für morgen!

Was hat ein elektrisches Garagentor mit Barrierefreiheit zu tun?

Auf ein elektrisches Garagentor möchte bei einem Neubau keiner mehr verzichten. Auch wenn das alte Garagentor ersetzt wird, kommt meist ein elektrisch betriebenes Exemplar in die Garage. Dieser Komfort ist inzwischen fast selbstverständlich. Wenn man heimkommt, möchte man nicht mehr aus dem Auto aussteigen. Man drückt von Ferne auf den Knopf, das Tor öffnet sich, man fährt bequem hinein und steigt in aller Ruhe aus. – Das ist Barrierefreiheit!

Das elektrische Garagentor - heute eine Selbstverständlichkeit - Foto mit freundlicher Genehmigung der Fa. Hörmann
Das elektrische Garagentor – heute eine Selbstverständlichkeit – Foto: Hörmann

Denn auch ein Mensch mit einer Gehbehinderung kommt so selbstständig ohne fremde Hilfe in die Garage. Es käme aber wohl niemand auf die Idee bei der Planung zum Architekten zu sagen: „Übrigens – mein Garagentor, das soll barrierefrei sein!“. Doch erfunden wurde der elektrische Antrieb für das Garagentor angeblich genau aus diesem Grund von einem Rollstuhlfahrer: Dieser wollte spätabends nicht extra seinen Betreuer bemühen, um ihm das Tor zu öffnen und wieder zu schließen.

Ähnlich verhält es sich beim Badezimmer, das immer mehr zum Wohnbereich wird.  Kein Mensch möchte mehr die engen Nasszellen aus den 60er Jahren. Ein Bad ist ein Raum zum Wohlfühlen mit Komfort. So gehören bodengleiche Duschen, die zuallererst im Pflege- und Krankenhausbereich eingebaut wurden, heute zum festen Bestandteil von wohnlichen Bädern.

Duschplatz barrierefrei
ein freier Duschplatz ohne Glaswände – durch die große Bodenfläche mit Gefälle läuft das Wasser in den Abfluss

Bei richtiger Anordnung der Elemente ist ein barrierefreies Bad nicht von einer modernen Wellness-Oase zu unterscheiden. Wenn man dann noch an ein paar Vorrüstungen denkt, kann man auch mit körperlichen Einschränkungen noch lange Zeit das Bad selbstständig und ohne fremde Hilfe nutzen. Es spricht aber auch nichts dagegen, die entsprechenden Sanitärobjekte von vornherein vorzusehen, wie man an dem Dusch-WC sehen kann, das inzwischen zum echten Life-Style-Produkt mutiert:

 

Ein warmer Wasserstrahl übernimmt die Intimreinigung - wie beim Bidet
Fabrikat Aqua Clean: Ein warmer Wasserstrahl übernimmt die Intimreinigung – wie beim Bidet; Foto: Geberit

 

Geberit schreibt hierzu:

„Ein Dusch-WC vereint die Funktion einer Toilette und die Reinigungsmöglichkeit eines Bidets. Das ist nicht nur platzsparend, sondern auch komfortabel: Sie bleiben einfach bequem auf dem Dusch-WC sitzen und starten die eingebaute Duschfunktion per Knopfdruck.

Die Reinigung mit warmem Wasser ist gründlicher und schonender als mit WC-Papier und daher gerade für den empfindlichen Intimbereich ideal. Und das Beste: Sie fühlen sich nach jedem Besuch auf dem Dusch-WC sauber und erfrischt.“

Kein Wort von Barrierfreiheit. Dabei ist diese Funktion seit Jahren unter der Bezeichnung „WC-Aufsätze mit Wascheinrichtung“ im Hilfsmittelverzeichnung des GKV aufgeführt für Menschen, die ihre Hände nicht benutzen können oder einfach mit ihren Händen nicht an den Intimbereich herankomen. Die Beschreibung für dieses Hilfsmittel klingt allerdings nicht ganz so hip:

„Sie sind mit Duschdüsen ausgerüstet, die der Reinigung des Genitalbereichs dienen. Die Duschdüse ist mit einer Selbstreinigungsfunktion ausgerüstet. Nach dem Duschvorgang wird warme Luft zum Trocknen zugeführt.

Indikation: Krankheitsbilder oder Behinderungen mit erheblichen funktionellen Defiziten der oberen Extremitäten, die der Ohnhändigkeit gleichkommen mit der Folge, daß die selbständige Reinigung des Intim- und Analbereiches nach der Toilettennutzung auf herkömmliche Weise nicht möglich ist.“

Diese Vergleiche zeigen, dass Barrierefreiheit nichts zu tun hat mit schlechtem Design oder Krankenhausatmosphäre, es hat auch nichts damit zu tun, dass man auf Einschränkungen aufmerksam gemacht wird oder sich behindert fühlt. Im Gegenteil: Barrierefreiheit ist Komfort für jedermann. Und wenn man tatsächlich irgendwann Einschränkungen bekommt? Dann funktioniert alles trotzdem. So kann man lange in seiner gewohnten Umgebung bleiben. Das ist schön und spart im Ernstfall große Kosten für Umzug oder Umbau.

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