Verheizen Pellets unsere Wälder?

Pellets sind ein Abfallprodukt
kein Waldeinschlag für Pellets

kurze Antwort: nein

Lange Antwort:

Derzeit verzeichnet Deutschland einen Holzzuwachs pro Jahr von über 121 Mio m³. Dies entspricht einer Masse von ca. 76 Mio to Holz. Würde der gesamte Zuwachs genutzt werden, würde der Wald um keinen m² kleiner in Deutschland. Aktuell wird aber lediglich 87 % des Zuwachses für Holznutzung und natürliches Absterben verwendet. D. h., der Wald wird Jahr für Jahr um 0,6 % größer.

Pellets sind ein reines Holzprodukt, das aus dem Abfall der Sagewerke, den Sägespänen entsteht. Aus einem Festmeter Holz (ca. 600 bis 700 kg) ohne Rinde entstehen:

  • 62 % Schnittholz
  • 26 % Hackschnitzel
  • 12 % Sägespäne

Diese Sägespäne bilden derzeit zu ca 90 % die Basis der Pelletproduktion. Die anderen restlichen 10 % kommen aus Industrieholz. Das sind dünne Holzstämme, die sich nicht zur Prduktion von Schnittholz eignen. Insbesondere der Industrieholzanteil könnte deutlich gesteigert werden. Dadurch könnte die Pelletproduktion von derzeit 2,2 Mio  auf ca 8 Mio to gesteigert werden. Damit könnten ca 1 Mio Holzpelletheizungen versorgt werden. In 2014 gab es in Deutschland ca 360 Tsd Pelletheizungen.

Im Jahr 2006 gab es ca 90 Tsd Pelletheizungen, im Jahr 2014 ca. 360 Tsd. Das entspricht einer durchschnittlichen Zunahme von knapp 34 Tsd Pelletheizungen im Jahr. Damit die o. g. Anzahl von  1 Mio Pelletheizungen erreicht wird, müsste der Markt im gleichen Tempo noch 18 Jahre wachsen. In diesen 18 Jahren ist der Wald dann jedes Jahr um 0,6 % gewachsen. Und selbst bei Erreichen der 1 Mio Marke würde der Wald in Deutschland immer noch wachsen. Ausgehend von heute ist selbst bei dieser positiven Prognose zugunsten der Pelletheizungsindustrie der Wald / die Waldfläche in 18 Jahren um ca. 12 % gewachsen. Es besteht also kein Grund zur Sorge, dass wir Deutschlands Wald durch die Pelletheizung leerheizen.

Diese Tatsache ist auch der Grund, warum die Verwendung von Pellets ökologisch und in Hinsicht der CO2 -Emissionen sinnvoll ist. Der nachwachsende, neue Wald bindet genauso viel CO2 wie das verbrannte Holz. Damit heben sich die CO2-Emissionen der Beheizung komplett auf. Lediglich Produktion und Transport schlagen hier noch negativ zu Buche.

Für den KfW-Nachweis eines Effizienzhauses ist eine Pelletheizung als Alternative zu den konventionellen Systemen Gas und Öl von großem Vorteil. Lassen Sie sich beraten!

Energieberatung durch SCHNEEWEISS ARCHITEKTEN

 

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