heißere Sommer durch Klimaerwärmung

Sommerlicher Wärmeschutz zunehmend entscheidend

Was kann man tun, um ein Überhitzen der Wohnungen und Häuser zu vermeiden?

In der Saarbrücker Zeitung zum Jahreswechsel 2015/2016 fand sich in einem Fünfzeiler die Mitteilung, dass 2015 das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort. Sich über niedrige Heizkosten im Winter zu freuen, ist dabei allerdings nur ein Teil der Wahrheit. Denn im Sommer wird es zunehmend mehr und immer heißere Tage geben.

2015 zweitwärmstes Jahr seit Klima-Messung
Es wird immer heißer auf der Erde

Damit die Hitze im Sommer nicht auch zu einer unerträglichen Wohnsituation wird, ist entsprechend planerisch und baulich gegenzusteuern. Ob Neu- oder Altbau, die Prinzipien sind dieselben:

  • Die Hitze erst gar nicht ins Haus lassen
  • Die Nachtkühle nutzen
  • Für Speicherkapazität sorgen
  • Aktive Kühlung durch Bauteilaktivierung

Die konkrete Umsetzung ist dabei individuell sehr unterschiedlich. Um die Hitze draußen zu halten, sind außen liegende Verschattungselemente in Form von Rollläden oder Jalousien sehr probate Mittel.

Die Nachtkühle zu nutzen kann auf einfachste Weise durch Fensterlüftung erfolgen. Dabei können allerdings Sicherheitsprobleme entstehen und zudem ist auch nicht die ganze Nacht im Sommer wirklich interessant. Um tatsächlich kalte Nachtluft zu erhalten, eignen sich meist nur die Stunden zwischen 2 und 5 Uhr morgens bis zum Sonnenaufgang. Doch wer steht schon freiwillig um 2 Uhr nachts auf, um die Fenster zu öffnen? Besser ist hierfür eine automatisierte Lösung mit einer Lüftungsanlage.

Damit es durch den Energieeintrag am Tag nicht zu unerträglichen Temperaturen im Haus kommt, ist es wichtig Speichermasse zu haben, die die Energie zwischenspeichern kann. Übliche Mauerwerksbauten haben hiermit i. d. R. kein Problem. Unter Holzdächern ist dies allerdings problematischer. Die Dachkonstruktion weist wenig Speichermasse auf. Durch Holzbekleidungen der Dachschrägen kann hier teilweise Ausgleich geschaffen werden.

Sollte das alles nicht helfen, so kann auch eine aktive Kühlung durch Bauteilaktivierung weiterhelfen. Ähnlich wie eine Fußbodenheizung im Winter können Kühlschlangen in Betondecken o. ä. die sommerlichen Temperaturen im Raum senken. Absorptionskälteanlagen nutzen hierfür z. B. die Sonnenenergie, so dass hierfür nur ein minimaler Energieaufwand nötig ist.

Bei Wärmeschutz geht es also in Zukunft immer mehr auch um Konzepte, um die heißen Sommertage gut zu überstehen. SCHNEEWEISS ARCHITEKTEN denkt weiter – fragen Sie uns.

 

 

 

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